Bibliothek

Die Bibliothek des Martin-Buber-Instituts bietet mit

  • über 19.000 Bänden und

  • 22 laufend gehaltenen Zeitschriften

eine ausgezeichnete Arbeitsgrundlage für Studierende und Forscher, wobei der Schwerpunkt auf dem Zeitraum von der Spätantike bis zur Neuzeit liegt. Durch den Erwerb von Teilen der Bibliothek Schlesinger Anfang der 70er Jahren gelangten auch einige wertvolle Quellenschriften zur Frömmigkeitsgeschichte des Spätmittelalters und der frühen Neuzeit in den Besitz des Martin-Buber-Instituts.

Die Bibliothek ist - auch durch ihre umfangreichen Altbestände - eine der bedeutendsten judaistischen Spezialbibliotheken Deutschlands und bietet eine ausgezeichnete Arbeitsgrundlage für Studierende und Forscher. Dazu gehören u. a.:

  • eine beträchtliche Zahl hebräischer Frühdrucke des 16. Jh. aus Oberitalien, beispielsweise aus den frühneuzeitlichen Zentren des hebräischen Buchdruckes, Venedig und Padua;

  • zahlreiche Erstausgaben der Werke bedeutender jüdischer Autoren des 19. und 20. Jahrhunderts, darunter

    • Max Nordau,

    • Franz Rosenzweig,

    • Martin Buber und

    • Hermann Cohen;

  • Originalhandschriften, hauptsächlich Piyyutim (liturgische Dichtung), aber auch amtliche Dokumente und Schriften jüdischer Autoren aus dem 19. Jahrhundert, sowie religiöse Literatur (Thora, Targum, Agadda);

  • das Martin-Buber-Archiv enthält zahlreiche Briefe und einzelne Manuskripte aus dem Nachlass des berühmten jüdischen Philosophen. Dabei handelt es sich um Originale in deutscher Sprache, die in erster Linie aus der Nachkriegszeit stammen. Hinzu kommt eine beträchtliche Anzahl von Briefen in Ablichtungsform;

  • eine Sammlung von Briefen jüdischer Persönlichkeiten aus den Bereichen Wissenschaft, Kultur und Religion aus dem 19. und 20. Jahrhundert. Darunter befinden sich Originale von

    • Shmuel Josef Agnon,

    • Abraham Berliner,

    • Salomon Buber,

    • Rav Naftali Zwi Jehuda Berlin,

    • Isaak Chajes,

    • Israel Davidson,

    • Joseph Eschelbacher,

    • Isaak Dov B. Markom und

    • Moritz Steinschneider

  • eine umfangreiche Bildsammlung zur jüdischen Kunst und Archäologie, die aus insgesamt etwa 10.000 Einzelstücken besteht, davon jeweils etwa 5.000 Dias und Fotos. Die Sammlung ist über einen alphabetischen und einen systematischen Katalog vollständig erschlossen;

  • umfangreiche Unterlagen aus der bekannten Sammlung von Adolf Diamant (2 lfm). Darin befinden sich

    • eine synagogale Bildsammlung,

    • eine fotografische Dokumentation jüdischer Friedhöfe in Deutschland mit Berichten und Besichtigungsvermerken,

    • Unterlagen zum Wiederaufbau von Synagogen nach 1945 (verschiedene Baupläne, darunter über den Bau der Synagoge in Kassel, Bremerstraße) sowie

    • Zeitungsausschnitte zu einzelnen Aspekten des jüdischen Lebens im Nachkriegsdeutschland;

    • zu der Sammlung gehören ferner Materialsammlungen, Manuskripte und Drucksätze zu folgende Werken Diamants:

      • Chronik der Juden in Dresden und Chemnitz,

      • Juden in Zwickau,

      • Jüdisches Kulturgut in der DDR sowie

      • Arbeitsunterlagen zu der Bestandsaufnahme über die Zerstörungen von Synagogen und Gebetshäusern in Deutschland während der NS-Diktatur;

  • Sammlung seltener hebräischer Handschriften und früher Drucke auf Mikrofilm (ca. 750 Rollen). Den Hauptteil des Bestandes bilden Mikrofilme aus dem Jewish Theological Seminar. Vertreten sind

    • die Sammlungen liturgischer, philosophischer und kabbalistischer Handschriften,

    • die Benaim Collection,

    • Steinschneider Collection,

    • Philology Collection sowie

    • hebräische Inkunabeln;

  • Etwa 5.000 Mikrofiches, welche u. a.

    • die Gesamtausgaben zahlreicher hebräischer Zeitungen des 19. und frühen 20. Jahrhunderts, darunter Ha-Maggid und Ha-Ma'assef, sowie

    • die Divre ha-Knesset – eine Sammlung der Reden und Debatten aus dem israelischen Parlament –

    beinhalten.