Neue Entdeckung in den Palimpsest Handschriften aus dem St. Katharinen-Kloster

PD Dr. Christa Müller-Kessler

Das St. Katharinen-Kloster auf dem Sinai ist seit dem 19. Jahrhundert eine Fundgrube für Handschriften im Christlich-Palästinisch-Aramäischen, Georgischen, Griechischen, Syrischen, und weiteren Sprachen. Neben der Herkunft des berühmten Codex Sinaiticus (British Library) und der ältesten syrischen Evangelienüberlieferung finden sich immer wieder einzigartige Handschriften und relevante Überlieferungen zu denen oft die griechischen Vorlagen fehlen.

Die Neufunde im Jahr 1975 brachten eine Vielzahl unbekannter Texte zum Vorschein, z.B. Märtyrerakten, den Cyrill von Jerusalem und wichtige Textzeugen für die Septuaginta-Textkritik. Die meisten von ihnen verbergen sich unter Palimpsesten. Diese konnten in den letzten fünf Jahren in einem internationalen Projekt aus einem Team von Fotografen und Philologen mit Hilfe der multi-spektralen Aufnahmetechnik lesbar gemacht werden. Diese vielschichtige und sehr schwierige Aufgabe des Lesens, Entzifferns und der Zusammenführung der über viele Sammlungen verteilten Handschriften soll anhand von Beispielen dargestellt werden.

Donnerstag, 22. Juni 2017, 19:15 Uhr

Universität zu Köln, Hauptgebäude, Hörsaal XVIIa

Anmeldefrist: 19. Juni 2017

Veranstalter: Martin-Buber-Institut für Judaistik der Universität zu Köln